Letzte Mal Ziegenfleisch

Also, meine Einheiten für das Handy sind noch immer nicht freigeschaltet. Das ist ein burkinaweites Problem. Der nette Mann bei Onatel in Toma hat dort in der Zentrale angerufen und folgendes herausgefunden: Die 1000 CFA Karten sind irgendwie falsch codiert oder wie man das nennt. Sie arbeiten dran. Ich sollte morgen noch einmal versuchen, sie aufzuladen, bis dahin würden sie das Problem sicherlich gelöst haben.

Pustekuchen! Heute Morgen ging es immer noch nicht. Es macht ja auch keinen Sinn, neue Einheiten zu 1000 CFA zu kaufen, damit gibt es dann sicherlich das gleiche Problem. Also habe ich gestern Abend dann zwei Karten zu 500 gekauft. Das hat geklappt. 😉

Nach diesem „erfolgreichen“ Besuch sind Joe und ich bei Suzane vorbeigefahren zu Mathias. Ich muss ja ein wenig Verabschiedungstour machen, denn es ist schon soweit, dass ich die jeweils „letzten“ Tage zufassen habe. Heute ist z.B. der letzte Dienstag. 😉

Aus diesem Grund habe ich mir auch noch einmal gegrilltes Ziegenfleisch beim Ziegenmann gegönnt, ein Bier dazu und das Chaos war komplett. Auf dem Rückweg habe ich bei Ghislain zum zweiten Mal dann Brot gekauft, diesmal für das Frühstück am nächsten Tag. Die Mutter von Ghislain verkaufte dort Dolo… und richtig, das Bier musste nicht allein bleiben. Joe hatte dann mit Ghislain irgendwelche Dinge am PC zu speichern, deshalb bin ich zu Fuß zurück. Habe dann ausgiebig Mittagspause gemacht. 😉

Joe übrigens auch. Der tauchte erst wieder auf, als es schon dunkel war. Inzwischen hatte ich Wasser geholt, beim Training der Schüler für das erste Spiel des „Coups“ zugeschaut, Einheiten und Spaghetti gekauft, die letzteren gekocht und gegessen. Der Coup ist ein Wettkampf zwischen den verschiedenen Dörfern. Sien stellt zwei Mannschaften, eine von der weiterführenden Schule, eine aus dem Dorf. Im letzten Jahr fand dieser Wettkampf das erste Mal statt. Sophie Sow, die damals (bei Vereinsgründung) Botschafterin in Deutschland war, hat ihn ins Leben gerufen. Eine tolle Sache!!!

Ich kann leider nur das erste Spiel anschauen, das findet nämlich nun am Frauentag (Samstag) statt. Da spielt dann auch gleich die Mannschaft der Schüler gegen Nième. Ich bin gespannt. Das ist sozusagen eine Abschiedsvorstellung für mich. Danach packe ich Koffer und fahre nach Deutschland.

Abends habe ich dann noch zwei Dolo bei Fulgence getrunken, damit ich mit ihm nochmal über die 10 000 CFA sprechen konnte, die ich letztes Jahr als meinen „Hirse-Anteil“ abgegeben hatte. Es scheint da einen Menschen zu geben, der sich zuerst als „Einsammler“ aufgespielt hat, und nun das Geld und die Hirse nicht wieder rausgibt oder was weiß ich. Ich werde versuchen, ihn mal zu treffen, und nachzufragen.

Heute Morgen war ich nach dem Laufen schon bei Pierre, der nicht nur der Schmied des Dorfes ist, sondern auch Hühner züchtet. Da habe ich Fotos gemacht. Er hat ca. 50 ausgewachsene Hühner, 50 große Küken und nochmal fast 50 kleine Küken. Wobei es immer Hühner und Pentaten gibt. Pentaten sind so eine Art Perlhühner, die mehr Fleisch haben. Allerdings sind sie auch fast ein wenig Wildtiere. D.h., wenn man Eier von ihnen hat, schiebt man sie den Hühnern unter, damit diese die Küken großziehen, sonst sind die scheu und nicht zu greifen… 😉 Neben dem Futter, dass man kaufen muss, sind das Teuerste die Medikamente gegen Würmer und gegen verschiedene Krankheiten. Es gibt auch Impfungen, wo man jedes Huhn einzeln zu fassen bekommen muss, um es zu impfen. Auch nicht leicht!!! 😉

Nun werde ich gleich ein bisschen Hausarbeit machen, denn nachmittags geht es ja nach Pankele zu dem Freund von Roland (Bruder von Joe), der auch Hühner züchtet. Das ist sicherlich noch einmal wieder eine größere Hausnummer. Da kann ich dann vergleichen…

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