Sapala

Nachdem ich nun die ganze Zeit vorher kaum ein Auto zu Gesicht bekommen habe (außer in Bobo), bin ich sowohl vorgestern als auch gestern mit einem Auto gefahren. Einmal mit dem Herrn als Bernard die Panne hatte und gestern dann mit Patrice, der auch zu der Begräbnisfeierlichkeit fuhr. Es gab zunächst eine Messe in der Dorfkirche in Sapala. Wir haben draußen unter einem Baum gesessen. Da konnte ich das erste Mal beobachten, wo die Kinder immer hinlaufen, die ich in Sien rausgehen sehe: Sie entfernen sich nicht sehr weit zum Pipi machen 😉 Manche direkt vor die Kirchentür oder an die Kirchenwand.

Danach saß man im Schatten in der Nähe des Hofes, und es gab zu essen. Große Schüsseln mit Reis, darauf etwas Kohl und einige Fleischstücke. Es essen immer drei oder vier Menschen aus einer Schüssel. Man wäscht sich natürlich vorher gut die Hände. Nach dem Essen gab es eisgekühltes Bier: Codys, importiert aus Deutschland. Die Marke kenne ich nur aus Burkina. Wahrscheinlich wird es direkt für den Export hergestellt. 5,4 % Allerdings 0,33 l Dosen. Drei Stück davon und das Leben ist gut. 😉

Ich habe mich nett unterhalten. Da war der Chauffeur von Patrice, zu Ehren dessen Vater (und nun ja auch Mutter) die Feierlichkeit stattfand. Er hat einen Bruder, der Autos in Lomé (Togo) für Menschen in Burkina Faso kauft. Wenn ich also ein Auto will, sage ich ihm ungefähr, wie es sein soll. Er fährt da runter, sucht, macht ein Foto und wenn ich es in Ordnung finde, kauft er es mit meinem Geld. Da gehört natürlich viel Vertrauen dazu. Vertrauen zu ihm als Person und zu seinem Sachverstand im Hinblick auf Autos. Er kennt die verschiedenen Marken und weiß, welche sich gut an die Verhältnisse hier in der Hitze anpassen lassen.

Diese unglückliche Sache mit der Mutter war so, dass die Ärzte gesagt haben, sie wäre so krank, dass sie nicht transportfähig sei. Doch sie wollte unbedingt, unbedingt bei der Feierlichkeit für ihren Mann dabei sein und hat nicht lockergelassen. Schließlich haben die Kinder (Chauffeur von Patrice und Brüder) nachgegeben und sie mit dem Auto mitgenommen. Sie hat die Reise dann leider nicht überlebt.

Abends, nachdem die Masken getanzt hatten, und wir unseren Flüssigkeitsbedarf noch mit Dolo gedeckt hatten (Dabei haben wir uns für Dienstag in Pankele mit einem Freund von Joe verabredet, der Hühner züchtet. Das müsse ich mir unbedingt ansehen, und es sei ja auch Markt in Pankele), sind wir mit dem Moto nach Hause gefahren, zusammen mit einem großen, wirklich riesigen Korb, den ich allerdings gleich für Claire (Frau von Joe) gekauft habe, damit sie nach dem Abwaschen ihre Teller, Schüsseln etc. dort hinein stapeln kann.

Bei Ghislain am Kiosk die nächste Überraschung: Das Brot war alle. Da bin ich nun heute morgen nach meiner Jogging-Runde dort vorbeigelaufen und habe mir ein richtig frisches geholt. Das kann man inhalieren. Lecker!

Nun muss ich gleich nach Toma fahren, da die Einheiten für mein Handy, die ich vorgestern dort gekauft habe, nicht funktionieren. Ich habe die Nummer vorschriftsmäßig eingegeben, und dann kommt immer, die Karte ist abgelaufen. Das muss ich nun mal klären (und sonst neue Einheiten kaufen). Außerdem will ich noch einmal bei Mathias vorbeifahren, denn lange bin ich ja nicht mehr hier…

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