Salat und Kalebassen

Da ich mein Moto morgen schon wieder mal verliehen habe – so viel zu guten Vorsätzen – bin ich heute schnell nach der einen Klassenarbeit nach Toma zum Einkaufen gefahren. Saft gab es keinen, aber sonst habe ich so ziemlich alles bekommen, was ich haben wollte.

Nun ist die Arbeitswoche schon wieder um, bis auf das Korrigieren der Klassenarbeiten, und in der nächsten Woche ist schon Vorbereitung auf die „Composition“. Im Moment rennt die Zeit. Da Joe nun gestern schon wieder so viel Salat gebracht hat, habe ich den dem Hof geschenkt. Daraufhin bekam ich natürlich wieder To, als ich vom Wasser holen und Dolo trinken wiederkam. Den habe ich – getreulich dem Motto: Mit gebratenen Zwiebeln schmeckt alles – gegessen, soweit ich konnte, und den Rest zurückgegeben. Dabei hat die Hausfrau mir dann auch gestanden, dass sie den Salat nicht essen können, weil sie keinen Essig haben. Konnte ich ja aushelfen, kein Problem.

Da fünf von meinen sechs anderthalb Liter Wasserflaschen leer waren, bin ich – allerdings relativ spät – zur Wasserpumpe gegangen. Dort sind immer viele Menschen, die geduldig nacheinander Wasser holen. Doch, wenn ich komme, wird generell der Kanister unter der Pumpe „weggerissen“ und blupps, dann bin ich dran. Ich wehre mich nicht. Danach habe ich dann absichtlich und im vollen Bewusstsein meiner Kräfte, eine Flasche Dolo bei der Frau von Fulgence gekauft. Daraufhin bekam ich natürlich den Stuhl, statt auf den Baumstämmen zu sitzen, und es wurden mir nach und nach noch drei Dolos spendiert. (Eins davon habe ich mit nach Hause genommen.) So hatte ich Muße und Zeit, dort zu sitzen und Dolo zu trinken.

Dann kam dort ein Mann mit kleinen Schüsseln, die aus Kalebassenfrüchten gearbeitet worden waren. Hab ich gleich zugeschlagen und sechs Stück gekauft. Nachdem ich gesagt hatte, für die Freunde in Deutschland, war ich der „Held“. Eine habe ich dann noch geschenkt bekommen und bin froh und glücklich wieder nach Hause gezogen, nachdem der Strom wieder da war, der ausgefallen war.

Fulgence verkauft dort nicht nur Dolo und Erdnüsse und Fleisch und Zigaretten (einzeln), es kam auch ein kleiner Junge und kaufte Paracetamol. Geht also auch! Nun ist Fulgence allerdings auch noch erkältet. D.h. die Stirnhöhle sitzt wohl zu. Da habe ich ihm inhalieren empfohlen. Sagt er doch: „Hab ich zu meiner Frau auch schon gesagt, aber sie macht es nicht!“ Naja, wenn nun auch noch die Nazara das empfohlen hat, wird es ja vielleicht was werden. Hoffentlich nützt es.

Außerdem habe ich ihm noch erzählt, dass wir noch einmal ein Foto „nachstellen“ müssen von unserem Stuhltransport. Das fand Anklang, geht wohl los, aber nicht morgen. Morgen muss ich den Direktor der Grundschule aufsuchen. Von der Patchworkaussstellung ist einiges an Geld für die Schule zusammengekommen. Das Geld ist auch schon in Ouagadougou, und wir sollen nun überlegen, was damit passieren soll, damit es ausgezahlt werden kann.

Gute Nacht!!!

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